Die Islamische Gemeinschaft Passau e.V. wurde 2003 gegründet. Wir sind ein eingetragener Verein mit einem vier Personen umfassenden Vorstand. Ziel ist es in erster Linie, den hier ansässigen Muslimen die Ausübung ihrer Religion zu ermöglichen. So wurden von uns Räumlichkeiten in der Roßtränke 6 in Passau angemietet, die als Gebetsräume genutzt werden. Hier finden die wöchentlichen Freitags- und die Festgebete, aber auch sonstige Gemeinschaftsgebete statt. Hier gibt es auch verschiedene regelmäßige Aktivitäten wie Arabischunterricht für Kinder, Islamunterricht für Jugendliche, Frauentreffs oder andere aktuelle Veranstaltungen.

Wir sind eine internationale Gemeinschaft mit Menschen aus Afrika, arabischen Ländern, Bosnien, Deutschland, Indonesien, Österreich, Pakistan, Tschetschenien, Türkei und vielen anderen Nationen. In unserem Einzugsgebiet, das den gesamten Landkreis Passau umfasst, leben etwa 120 muslimische Familien, an den Freitagsgebeten nehmen zirka 80 Gläubige teil.

Wir sind eine freie und unabhängige Gemeinschaft und finanzieren uns ausschließlich durch Spenden der Mitglieder. Alle Tätigkeiten – vom Imam über Unterrichten, seelsorgerische Beratungen und Instandhalten und Pflegen der Räumlichkeiten – werden von uns ehrenamtlich und unentgeltlich erledigt. Wir sind Ansprechpartner für Bestattungen von Muslimen und haben ein Gräberfeld im Friedhof Hacklberg von der Stadt Passau zur Verfügung gestellt bekommen.

Um den guten Kontakt zu unseren nichtmuslimischen Mitbürgern zu pflegen, veranstalten wir unter anderem jährlich am 03. Oktober in unseren Räumen den bundesweit durchgeführten „Tag der offenen Moschee“. Regelmäßig begrüßen wir bei uns interessierte Schulklassen oder auch andere Gruppen, um über unsere Religion zu informieren, zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Wir stehen im interreligiösen Dialog, weil wir meinen, dass nur persönliche Begegnungen und Gedankenaustausch das oftmals verzerrte Bild des Islam ein Stück weit korrigieren und zu einem besseren Verständnis unserer Religion führen können. Damit können auch im Alltag mehr gegenseitiger Respekt und ein besseres Miteinander möglich sein.